da die maedls hier an einer ansteckenden augenentzuendung litten, wurden wir, ganz zu unserer freude, fuer eine woche nach barahona ausgesiedelt. barahona war urspruenglich als unsere destination gedacht, und so konnten wir es kaum erwarten diese 80 000 einwohnerstadt endlich zu besuchen. diese stadt liegt im suedwesten der insel direkt am meer und besitzt einen sehr laendlichen charakter. nur der stadtkern und hauptstrassen sind asphaltiert, ansonsten gibt es schotterstrassen, die von kleinen, einfachen haeusern und tropischen pflanzen jeder art geschmueckt werden. hier strahlen die haeuser in den verschiedensten farben, die, wie man sagt, zu neujahr gewechselt werden. die ganze kueste entlang gibt unterschiedliche, weisse stein- und sandstraende, die meist einsam und verlassen sind. immer wieder fliessen auch fluesse ins meer, die mit ihren niedrigeren temperaturen meist mehr abkuehlung bieten. einen vormittag lang genossen wir die ruhe am naturbelassenen strand, der dem bild des paradisischen karibikstrandes entspricht.
die comunidad der schwestern in barahona aehnelt mit ihren aufgaben sehr unserer hier. der einzig grobe unterschied ist, dass in barahona sowohl maedchen, wie auch buben, im alter von 6 bis 25 jahren in die comunidad kommen koennen.
einen tag lang halfen wir mit lebensmittel und andere sachspenden in einem lager auf vier verschieden doerfer, die von dem unwetter noel sehr stark betroffen waren, aufzuteilen und verlieferten anschliessend einen teil in das erste dorf. dort musste nocheinmal alles geordnet und sortiert werden, um anschiessend alles gleichmaessig fuer einzelne familien des dorfes aufzuteilen.
selbst in barahona liessen uns die lateinamerikanischen rythmen nicht still sitzen und so erhielten wir eine lektion im salsa, marengue und bachata tanzen von einem jungen tanzlehrer. doch auch kamen wir in den genuss mit den schwestern die hueftkreisenden taenze auszuueben. was vorallem mit schwester milagros (bild unten) zu herzzerreisendem lachen fuehrt und fuer uns ein sehr einpraegsames erlebnis ist.
ansonsten halfen wir meist schwester milagros bei sinn anzuzweifelden aufgaben, was teilweise unsere geduld erprobte bzw. uns und, fuer uns unverstaendlicher weise, auch sie immer wieder im lachen ausarten liess. taeglich unternahmen wir diverse ausfluege in die stadt und in die umgebung und wir schaetzten uns glueck auf der ladeflaeche des pickups zu sitzen und uns unsere haare bei 80 km/h ins gesicht peitschen und vom wind verkleben zu lassen. zu uns geselten sich meist jungs aus dem oratorium, die sich wie typische dominikaner verhielten und jede frau auf der strasse mit einem anmachspruch oder "pst" beglueckten. in der dominikaneschen republik ist es nicht ueblich, dass maenner einer frau nachpfeifen, sondern sie versuchen die aufmerksamkeit der frau mit einem penetrant zischenden "pst" auf sich zu lenken.
Freitag, 7. Dezember 2007
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen