

Hasta la vista
ein kolibri (der kleinste vogel der welt) beim nektar saugen
(foto vergroessern sonst seht ihr ihn nicht!)
wir beginnen...
"die heilige woche" (semana santa)
Von unseren Ostertraditionen wollten wir keinen Abstand halten, daher haben wir gemeinsam mit den Kindern ueber 80 Ostereier bemalt.
markt in san christóbal
der fahrende klodeckelverkaeufer
Florian hielt an diesem Ort das Surfen. Und wie man im Foto sieht war er nicht der einzige der die Nachmittage vom Wind getragen auf dem Meer genoss.
Wir beide konnten uns nicht vorstellen das ganze Wochenende in Caberete zu verbringen. Deshalb machten wir einen Tagesausflug nach Rio San Juan, einem typisch dominikanischen Ort der von Touristen noch beinahe unentdeckt scheint. Dort machten wir eine wunderschoene Bootsfahrt durch einen von Voegeln bevoelkerten Mangrovenwald. Dann fuhren wir mit dem Boot weiter hinaus aufs offene Meer, bis wir zu einer Hoele kamen, in die wir hineinfuhren. Zum Schluss legten wir an einem einsamen, kleinen, idylischen Sandstrand an - zumindest war so unser erster eindruck. schon nach wenigen minuten kamen unzaehlige dominikaner, die, ganz der dominikanischen manier entsprechend, ihren sonntag am strand ausgelassen verbrachten. kochtoepfe gefuellt mit essen wurden heran geschleppt, zur erfrischung gabs bier und die kinder plantschten vergnuegt im wasser.
(der Mangrovenwald)

Flo springt aus dem Boot in das sogenannte "Naturschwimmbecken" - Das Meer ist hier nur 3 Meter tief und weisser Sand bedeckt den Meeresboden, aus diesem Grund strahlt das Meereswasser wie das Blau in einem Schwimmbecken.
Die restliche Zeit verbrachten wir in Caberete am Strand. Wir genossen das Meer, machten Strandspaziergaenge, bewunderten unseren Surfgott, schluerften Cocktails oder schimpften (Sophie) ueber den Sand der immer und ueberall war.
In der darauf folgenden Woche genossen wir ein verlaengertes Wochenede (22.2.08 bis 27.2.08) mit Florian in:
Jarabacoa:
Am Freitag trafen wir uns mit Flo in Jarabacoa. Am selben Abend noch entschieden wir uns zu einem Konzert einer beruehmten dominikanischen Baend (Omega) zu fahren. Mit dem Taxi fuhren wir zur Disco. Nachdem wir dem Taxifahrer mitteilten, wo wir hinfahren und im sagten, dass uns laute Musik gut gefaellt, drehte er die Boxen so laut auf, dass wir das Herz beben spuerten. Alex schaute verstoert. Flo hielt sich verzweifelt die Ohren zu und Sophie konnte nichtmehr aufhoeren zu lachen.
Die Disco lag wunderschoen. sie lag ueber einem Fluss und ueber Stiegen und Terassen konnte man zum Fluss hinabsteigen. Ereichbar war die Disco nur ueber eine schmale wackelige Haengebruecke, ueber die aber auch Motoraeder fuhren.
Vom Konzert sahen wir nichts. da es um 24.00 hies, dass die Baend noch immer nicht eingetroffen sei und wir froren (Jarabacoa ist einer der kaeltesten Orte der D. R.) und muede waren, beschlossen wir wieder hinab in die Stadt zu fahren. Das stellten wir uns einfacher vor, als es war. Kein Taxi keine Motorconchos, die es sonst immer und ueberall gibt und auch sonst kein Mensch der hinunter nach Jarabacoa fahren wollte. Uns wurde erklaert, wir seien verruckt uns das Konzert nicht anzuschauen. Irgendwann hatten wir es dann geschafft, zwei ca.14jaehrige Burschen fuehrten uns mit dem Motorad zurueck. Wir baten sie darum langsam zu fahren und so zugelten wir mit 20km/h dahin. kalt!
Am naechsten Tag spazierten wir zu zwei Wasserfaellen in einem der beiden badeten wir auch. Anfangs war es eine Ueberwindung in das eiskalte Wasser hineinzugehen doch dann fuerten wir drei uns auf wie kleine Kinder. Wir trauten uns immer naeher und naeher an den tosenden Wasserfall heran waren begeistert von den Regenboegen und genossen das Wasser.
La Vega:
Den Sonntag verbrachten wir in la Vega, um dem angeblich schoensten und farbenfrohsten Karneval in der Dominikanischen Republik beizuwohnen. (es gabt aber nur Teufel, die waren allerdings wirklich farbenfroh gestaltet). Von Einheimischen wurden uns furchteinfloesende Geschichten ueber den Karneval erzaehlt: Die Teufel wuerden angeblich mit harten Gummibaellen auf die Menschen einschlagen und verschonten nur diejenigen, die keine Suenden
haetten - niemanden". Angeblich kommt man von diesem Karneval mit Bluterguessen und blauen Flecken zurueck. In la Vega angekommen stellte sich bei Sophie so langsam die Angst ein. Beim Kinderkarneval schon traute sie sich nicht in die naehe der Teufel und spaeter gingen wir dann in das Stadtgebiet, wo der grosse Umzug stattfinden sollte ... Sophies Nervositaet stieg .... ueberall gab es so genannte "Hoelen" und wir reimten uns zusammen, dass die Teufel aus diesen herausstuermen werden.
- "Aus meiner (Sophies) Nervositaet wurde Angst - aus Angst wurde Panik - die Traenen traten mir schon fast in die Augen und irgendwann nahm ich reis aus. Flo und Alex mir hinterher. Nach ewigen Ueberzeugungsversuchen mich zum umdrehen zu bringen begleiteten sie mich dann doch ins Hotel. Dort schaute ich mir dann die live Uebertragung im Fernsehen an und sie zwei kehrten zum Carneval zurueck."
Mit diesem schwarzen Schlagknueppel schlagen die Teufel die Schaulustigen. Wir wurden jedoch nur von unmaskierten Besuchern versohlt.
Eine lange Reise namen wir auf uns, um den liebevoll beschriebenen Ort Miches mit seinem kilometerlangen weisen Sandstrand zu besuchen. Guagua-Bus-Schiff-Boot-Privatauto-Guagua und nach einer achtstuendigen Reise voller neuer Eindruecke kamen wir dann an. Flo genoss seinen letzten Tag am Meer und am Abend wohnten wir wieder einem Konzert bei. Ueberraschender Weise macht das sonst so tanzfreudige und heitere dominikanische Volk keine Anstalten waerend einem Konzert die Hueften zu bewegen zu aplaudiern oder zu jubeln.
yanira (3. foto), ein maedchen mit wahnsinnig sonnigen gemuet, ist zwar eine der kleinsten, weiss sich aber stets zu behaupten. sollte sie sich trotzdem mal zu unrecht behandelt fuehlen, wird die grosse schwester zu hilfe geholt. immer wenn sie es schafft von allein etwas zu lesen, und mag es nur eine silbe sein, strahlt sie ueber das ganze gesicht, und drueckt ihre freude mit einem zufriedenen hin und her schwingen aus.
gehen. Wir verlassen die Comunidad und begeben uns Richtung "Calle Duarte". Wir schlendern die Strasse entlang - ueberall lauern Touristenfallen: offene Kanale - Muell - aufgerissener Asphalt - Stromverkabelungen - tiefhaengende Aeste oder Luftwurzeln - Steine -Drecklacken; Konzentration ist gefordert. Weiters sind die Strassen hier sehr belebt. Neben Fussgaengern findet man an beinahe jeder Strassenecke einen Strassenverkaeufer. Dominikaner sitzen mit Plastikstuehlen auf dem Gehsteig, unterhalten sich, spielen Domino und hoeren dabei meist lautdroehnende Musik.
(Kleinbus) herbei. Dieser haelt, wir steigen ein und das Spektakel geht weiter: In jedem Guagua gibt es neben dem Chauffeur auch einen Cobrador (zu deutsch Kassierer). Seine Aufgabe ist es das Geld (laepische 30 Cent) einzusammeln und moeglichst viele Menschen dazu zu motivieren sich zu den anderen Fahrgaesten in den Bus zu quetschen. Dazu springt er aus dem fahrenden Bus, ruft seine Fahrtrichtung laut aus und signalisiert den Menschen, dass sie
Gewuerze, lebende Tiere und Fleisch kaufen. Weiters gibt es viele Shops, die hauptsaechlich Souveniers anbieten.
Gedanklich gehen wir wieder zurueck zum Markt und betrachten den Metzgerstand. Bei angenehm warmen Temperaturen darf das Fleisch stundenlang auf dem Holztisch liegen und sich ueber die Fliegen und andere Insekten, die es zeitweise bevoelkern, erfreuen. Das tote Schwein grinst und streckt alle Viere von sich. Unter den Verkaufstischen befinden sich Kaefige mit lebendigen Huehnern. Wenn man
eine Henne kauft wird das quickend, flatternde Tier an den Fuessen zusammengebunden und dem Kaeufer ueber die Schulter geworfen. Die hygienischen Bedingungen dieser Metzgerei sind kein Einzelfall. Wegen der grossen Stromprobleme dieses Landes wird die Stromzufuhr fuer Kuehlschraenke und Tiefkuehltruhen vieler Orts regelmaessig unterbrochen. Ein staendiges Auftauen und Einfrieren ist die Folge, was die Entstehung von Bakterien massiv foerdert.
aufsperren muss, kommen uns die Sicherheitsvorkehrungen der Schwestern sehr uebertrieben vor. In der Dominikanischen Republik ist es jedoch normal, sich in seinem Haus, wie in einem Gefaengnis einzusperren. Selbst die einfachsten Betonbauten haben Gitter vor Fenster und Tueren und auch die Holzbaracken der Aermsten sind teilweise von einem Stacheldrahtzaun umgeben. Die Angst der Dominikaner vor Ueberfaellen oder anderen kriminellen Ausschreitungen ist allgegenwaertig. Wenn wir die Comunidad verlassen, werden wir darauf hingewiesen, jeglichen Schmuck abzulegen und vorsichtig zu sein. Immer wieder wird uns empfohlen, mit dem Taxi zu fahren, wenn wir auf der Strasse nach dem Weg fragen, mit der Begruendung, es sei zu gefaehrlich, zu Fuss zu gehen; vorallem fuer uns Weisshaeutigen. Wie hoch die Krimalitaet wirklich ist, koennen wir schwer einschaetzen. Wir fuehlen uns sicher.