am montag, den 4.2. kam florian, sophies bruder nach einigen anreiseschwierigkeiten in santo domingo an. nachdem er zusammen mit sophie einige tage lang an dem farbenfrohen und lauten treiben der stadt teilnahm, besuchte er unsere comunidad. schon in den letzten tagen, war flo das gespraechsthema nummer eins unter den maedchen, und so kann man sich vorstellen, wie freudig sie ihn empfingen. die kinder stuermten auf ihn zu, redeten auf ihn ein (er verstand nichts), und beschlossen dann, fuer ihn zu tanzen und zu singen. wir selbst hatten die kinder noch nie so aufgedreht erlebt und flo kam sich wahrscheinlich vor, wie in einem affenzirkus und lachte, lachte und lachte, wir im uebrigen auch.
dieses wochenende waren wir gemeinsam mit flo und einer freundin von ihm, antonia, die einige tage spaeter ankam, in samana, um wale zu beobachten. jedes jahr im fruehjahr kommen mehrere hundert buckelwale in die warme bucht von samana, um sich dort zu paaren. nach umfangreichen preisverhandlungen mit einem charmaneten mann, der schlussendlich, trotz seines wissens von den truegerischen ueberzeugunskuensten einer frau, wie er uns immer wieder erklaerte, sophies argumentation nachgab (ihr verfuehrerisches laechlen zeigte wahrscheinlich auch seine wirkung), sitzen wir im guagua. ziel: st. barbara de samana, von wo aus wir mit dem boot aufs meer hinaus fahren. der guagua haelt, blaue tabletten werden gekauft und uns gereicht. man moege einer moeglichen seeunvertraeglichkeit vorbeugen, wird uns erklaert. mit stirnrunzeln werden die tabletten verweigernt weitergereicht, man ist ueberzeugt von seiner magenstabilitaet (vorerst noch...). es wird gelacht und witze gerissen. in st. barbara angekommen besteigen wir den kleinen katamaran, in dem uns gleich schwimmwesten und uebergrosse, neongelbe regenmaentel gereicht werden. erneute verwundern macht sich bei uns breit, da wir keinen zweck in diesen massnahmen sehen, trotzdem ziehen wir uns die maentel an. wir fahren los;
mit einigen stundenkilometern brettert das boot ueber die wellen, wasser spritzt uns von allen seiten in grossen mengen ins gesicht, immer wieder stoesst das boot mit dem bug ins wasser, nachdem es eine grosse welle passierte, und auch wir huepfen unweigerlich auf unseren sitzen auf und ab, nach links und rechts; der ein oder andere wuenscht sich wohl, er haette die tablette doch geschluckt; ein mann uebergibt sich ins meer- lautes lachen seitens seiner freunde. wir sind mittlerweile von oben bis unten nass, trotz unseres staetigen versuches uns mit den maentel so grossflaechig wie nur moeglich abzudecken, was sich aber durch das staendige auf und ab des bootes als unmoeglich erweist. erneut klatscht uns wasser ins gesicht, die augen brennen; sophie fuehlt sich wie auf einer achterbahn - nur schlimmer, meint sie. in dieser situation hilft nur noch lachen. und der arme mann uebergibt sich erneut.
nach ein paar minuten (die uns aber wie eine ewigkeit vorkamen) sind wir weit genug vom ufer entfernt, das boot verlangsamt und wir halten ausschau nach den walen. man sichtet luft, die von einem wal ausgestossen wurde, und das boot fetzt wieder los richtung wal.
alle, die zuvor noch standen, sitzen wieder- ohne sich selbst gesetzt zu haben. doch der wal ist wohl schon weiter bzw. untergetaucht, so wird wieder ausschau gehalten. neue position eines wals gesichtet, das boot faehrt. so fahren wir kreuz und quer ueber das meer. antonia belaechelt den mann, der sich schon wieder uebergibt, flo friert, alex fuehlt sich fast schon wie eine walfaengerin und sophie sucht weiter nach seltenen anzeichen von walen.
und dann endlich ist es so weit
- cuba libre wird verteilt, und wir wundern uns erneut; unser magen wurde durchgeschuettelt, wie der inhalt eines cocktailshakers, und alkohol scheint uns bei uebelkeit nicht als alzu foerderlich, doch in dieser situation ist an vernunft nicht mehr zu denken, und wir stossen an. neuer wal gesichtet, das boot beschleunigt, und der mann mit der rumflasche in der hand wird auf einen sitz zurueck geworfen, wie auch alle uebrigen passagiere, die mit muehe versuchen ihre becher auszubalancieren.
nach langer irrfahrt auf dem meer haben wir tatsaechlich noch wale aus unmittelbarer naehe gesehen. mit freudig strahlenden augen sahen alle gebannt auf die ruhigen bewegungen der wale, bis zuletzt die schwanzflosse sanft ins wasser tauchte.
Montag, 11. Februar 2008
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2 Kommentare:
test
Njun versuche ich einen Kommentar abzzugeben.
zunächst noch einmal die Frage bezüglich des englisch-Unterrichtes. Übersetzt Du zuerst in Gedanken von Deutsch in Spanisch und von Spanisch in Englishc oder ist Dein Denken schon so in Spanisch, dass Du automatisch Deinen Schülern sagst, was ein spanisches Wort in Englisch bedeutet.
Von Florian hätte ich gerne ein Bild gesehen z.B.beim Surfen oder wie er von Eueren Mädchen umringt und bewundert wird.
Im übrigen warte ich auf eine Ergänzung des Berichtes, der im Hinblick auf das lange Wochenende schon kommen wird.
Von
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