begaben wir uns auf die suche nach kindern fuer unsere kurse.
als erstes realisierten wir einen kurs fuer kinder die nicht bzw. nur mit grossen schwierigkeiten lesen und schreiben koennen. aus den 7 kindern, mit welchen wir den kurs begannen, sind mittlerweile ueber 20 geworden. diesen kurs halten wir von dienstag bis freitag jeweils am vormittag. am montag laden wir immer nur ein paar kinder zum kurs ein, die noch groessere schwierigkeiten als die anderen haben, um mit ihnen den stoff nachzuholen.
wir wollen euch ein paar unserer kinder
da gibt es zum beispiel mabel (1. foto links Rosa, rechts Mabel), ein maedchen das ein
wahnsinns gedaechtnis hat. sobald man einmal ein wort mit ihr gelesen hat, erkennt sie noch wochen spaeter nur an der form und konstellation der buchstaben, um welches wort es sich handelt, ohne es lesen zu muessen. und im memoryspielen schlaegt sie uns sowieso immer, und das mit 10 jahren. und zur verabschiedung kuesst sie unsere haelse, als wolle sie eine zitrone aussaugen.
einem militaerstrill nicht ungleich.
yanira (3. foto), ein maedchen mit wahnsinnig sonnigen gemuet, ist zwar eine der kleinsten, weiss sich aber stets zu behaupten. sollte sie sich trotzdem mal zu unrecht behandelt fuehlen, wird die grosse schwester zu hilfe geholt. immer wenn sie es schafft von allein etwas zu lesen, und mag es nur eine silbe sein, strahlt sie ueber das ganze gesicht, und drueckt ihre freude mit einem zufriedenen hin und her schwingen aus.so haben alle kinder ihre fasetten, die uns erfreuen aber auch immer wieder auf verschiedenste weise fordern. nicht immer ist es leicht die kinder zu baehndigen oder mit immer wieder neuen argumenten sie davon zu ueberzeugen, dass es wichtig ist mitzumachen. jedoch gibt es auch keinen vormittag, an welchen sie uns nicht zum lachen bringen. wir haben die kinder wirklich schon sehr ins herz geschlossen.
am dienstag nachmittag halten wir seit ein paar wochen einen kurs, in dem wir verschiedene aktivitaeten machen: spielen, singen, tanzen, ein wenig theater und sport.
und am mittwochnachmittag lernen wir mit kindern englisch. die englischbildung in der schule ist hier wahnsinnig schlecht, oft koennen die kinder mit 14- 15- jahren noch nicht einmal die verbformen von "to be". auch in unserem kurs sind kinder im alter von 8 bis 17 jahren, von welchen die meisten nicht "hello, my name is......" zu sagen wussten. doch schoen gemaechlich lernen sie das ein oder andere auf englisch. fuer uns ist der kurs eine wahre entspannung, da die kinder total ruhig und teils auch wissbegierig den kurs verfolgen. eine solche ruhe sind wir ansonsten von den kindern nicht gewohnt.
am donnerstag nachmittag wollen wir zukuenftig immer verschiedene kinder in ihrem zuhause besuchen, mit ihnen reden, spielen, und uns ihre umgebung zeigen lassen. bis jetzt waren wir erst bei ein, zwei kindern daheim, doch immer wenn wir kinder fragen, ob wir einmal mit ihnen mit nachhause gehen koennen, freuen sie sich total, und wuerden am liebsten gleich mit uns los ziehen.
am sonntagvormittag koennen alle canillitas und andere kinder aus der nachbarschaft zum spielen und zum katechismusunterricht mit anschliessender messe kommen. auch wir haben seit kurzem eine kleine katechismusgruppe. katechismusunterricht zugeben konnten wir uns nie vorstellen, da wir selbst keine verbindung dazu haben. so laeuft unser unterricht vielleicht etwas anderst als ueblich ab. aber immerhin gibt es buecher, die wir zur hilfe ziehen koennen bzw. sind wir auch eingeladen worden an einem kurs, der zum katechismuslehrer ausbildet, teilzunehmen, der woechentlich stattfindet.
wenn wir freizeit haben fahren wir meist ins stadtinnere, schlendern die gassen entlang, besichtigen monumente oder museen, unterhalten uns mit freundlichen dominikanern oder schauen einfach dem treiben der stadt zu. ab und zu unternehmen wir auch ausfluege mit leuten, die wir hier kennengelernt haben.
das, was wir hier machen, machen wir wirklich gern und im moment sind wir sehr froh darueber, dass wir noch nicht sobald von dieser insel abschied nehmen muessen. so viel gibt es hier, das wir ins herz geschlossen haben und uns freude bereitet, so viel, das wir noch entdecken wollen.
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