Heute wollen wir ueber die anderen drei ereignisreichen Wochenenden schreiben.
Caberete:
Vom 15.2.08 bis 18.2.08 besuchten wir Flo in Caberete, wo er eine knappe Woche zum Windsurfen verweilte. Caberete ist ein sehr beruemter Surfspot im Norden der Insel, der sowohl von Kite-,Windsurfern und Wellenreitern aufgesucht wird, als auch von massenhaft Sonnenanbetern, die sich bei einem angenehmen Lueftlein braten lassen. In Caberete kann man einen typischen dominikanischen klischee Urlaub verbringen: ein weisser, breiter Sandstrand wird von Bars und Restaurantes gesaeumt, in denen franzoesische und italienische Speisen zubereitet werden. Caberete ist eines der groesten Touristenzentren der Insel. Wir beide staunten wiedereinmal was fuer ein verfaelschtes Bild die Touristen hier von der dominikanischen Republik erhalten.
Florian hielt an diesem Ort das Surfen. Und wie man im Foto sieht war er nicht der einzige der die Nachmittage vom Wind getragen auf dem Meer genoss.
Wir beide konnten uns nicht vorstellen das ganze Wochenende in Caberete zu verbringen. Deshalb machten wir einen Tagesausflug nach Rio San Juan, einem typisch dominikanischen Ort der von Touristen noch beinahe unentdeckt scheint. Dort machten wir eine wunderschoene Bootsfahrt durch einen von Voegeln bevoelkerten Mangrovenwald. Dann fuhren wir mit dem Boot weiter hinaus aufs offene Meer, bis wir zu einer Hoele kamen, in die wir hineinfuhren. Zum Schluss legten wir an einem einsamen, kleinen, idylischen Sandstrand an - zumindest war so unser erster eindruck. schon nach wenigen minuten kamen unzaehlige dominikaner, die, ganz der dominikanischen manier entsprechend, ihren sonntag am strand ausgelassen verbrachten. kochtoepfe gefuellt mit essen wurden heran geschleppt, zur erfrischung gabs bier und die kinder plantschten vergnuegt im wasser.
(der Mangrovenwald)

Flo springt aus dem Boot in das sogenannte "Naturschwimmbecken" - Das Meer ist hier nur 3 Meter tief und weisser Sand bedeckt den Meeresboden, aus diesem Grund strahlt das Meereswasser wie das Blau in einem Schwimmbecken.
Die restliche Zeit verbrachten wir in Caberete am Strand. Wir genossen das Meer, machten Strandspaziergaenge, bewunderten unseren Surfgott, schluerften Cocktails oder schimpften (Sophie) ueber den Sand der immer und ueberall war.
In der darauf folgenden Woche genossen wir ein verlaengertes Wochenede (22.2.08 bis 27.2.08) mit Florian in:
Jarabacoa:
Am Freitag trafen wir uns mit Flo in Jarabacoa. Am selben Abend noch entschieden wir uns zu einem Konzert einer beruehmten dominikanischen Baend (Omega) zu fahren. Mit dem Taxi fuhren wir zur Disco. Nachdem wir dem Taxifahrer mitteilten, wo wir hinfahren und im sagten, dass uns laute Musik gut gefaellt, drehte er die Boxen so laut auf, dass wir das Herz beben spuerten. Alex schaute verstoert. Flo hielt sich verzweifelt die Ohren zu und Sophie konnte nichtmehr aufhoeren zu lachen.
Die Disco lag wunderschoen. sie lag ueber einem Fluss und ueber Stiegen und Terassen konnte man zum Fluss hinabsteigen. Ereichbar war die Disco nur ueber eine schmale wackelige Haengebruecke, ueber die aber auch Motoraeder fuhren.
Vom Konzert sahen wir nichts. da es um 24.00 hies, dass die Baend noch immer nicht eingetroffen sei und wir froren (Jarabacoa ist einer der kaeltesten Orte der D. R.) und muede waren, beschlossen wir wieder hinab in die Stadt zu fahren. Das stellten wir uns einfacher vor, als es war. Kein Taxi keine Motorconchos, die es sonst immer und ueberall gibt und auch sonst kein Mensch der hinunter nach Jarabacoa fahren wollte. Uns wurde erklaert, wir seien verruckt uns das Konzert nicht anzuschauen. Irgendwann hatten wir es dann geschafft, zwei ca.14jaehrige Burschen fuehrten uns mit dem Motorad zurueck. Wir baten sie darum langsam zu fahren und so zugelten wir mit 20km/h dahin. kalt!
Am naechsten Tag spazierten wir zu zwei Wasserfaellen in einem der beiden badeten wir auch. Anfangs war es eine Ueberwindung in das eiskalte Wasser hineinzugehen doch dann fuerten wir drei uns auf wie kleine Kinder. Wir trauten uns immer naeher und naeher an den tosenden Wasserfall heran waren begeistert von den Regenboegen und genossen das Wasser.
La Vega:
Den Sonntag verbrachten wir in la Vega, um dem angeblich schoensten und farbenfrohsten Karneval in der Dominikanischen Republik beizuwohnen. (es gabt aber nur Teufel, die waren allerdings wirklich farbenfroh gestaltet). Von Einheimischen wurden uns furchteinfloesende Geschichten ueber den Karneval erzaehlt: Die Teufel wuerden angeblich mit harten Gummibaellen auf die Menschen einschlagen und verschonten nur diejenigen, die keine Suenden
haetten - niemanden". Angeblich kommt man von diesem Karneval mit Bluterguessen und blauen Flecken zurueck. In la Vega angekommen stellte sich bei Sophie so langsam die Angst ein. Beim Kinderkarneval schon traute sie sich nicht in die naehe der Teufel und spaeter gingen wir dann in das Stadtgebiet, wo der grosse Umzug stattfinden sollte ... Sophies Nervositaet stieg .... ueberall gab es so genannte "Hoelen" und wir reimten uns zusammen, dass die Teufel aus diesen herausstuermen werden.
- "Aus meiner (Sophies) Nervositaet wurde Angst - aus Angst wurde Panik - die Traenen traten mir schon fast in die Augen und irgendwann nahm ich reis aus. Flo und Alex mir hinterher. Nach ewigen Ueberzeugungsversuchen mich zum umdrehen zu bringen begleiteten sie mich dann doch ins Hotel. Dort schaute ich mir dann die live Uebertragung im Fernsehen an und sie zwei kehrten zum Carneval zurueck."
Mit diesem schwarzen Schlagknueppel schlagen die Teufel die Schaulustigen. Wir wurden jedoch nur von unmaskierten Besuchern versohlt.
Eine lange Reise namen wir auf uns, um den liebevoll beschriebenen Ort Miches mit seinem kilometerlangen weisen Sandstrand zu besuchen. Guagua-Bus-Schiff-Boot-Privatauto-Guagua und nach einer achtstuendigen Reise voller neuer Eindruecke kamen wir dann an. Flo genoss seinen letzten Tag am Meer und am Abend wohnten wir wieder einem Konzert bei. Ueberraschender Weise macht das sonst so tanzfreudige und heitere dominikanische Volk keine Anstalten waerend einem Konzert die Hueften zu bewegen zu aplaudiern oder zu jubeln.

2 Kommentare:
hallo ihr zwei süssen.
ich hab euch ja mal gesagt dass man die dinge wenn man sie hat nicht so schäzt,erst dann zu hause erkennt man was man da eigentlich hatte...
wenn ich mir die fotos da so anschaue das war ja wirklich ein traum, vielleicht beneiden euch eure "freunde" alle so sehr da ich keine einträge auf der seite finde....
grüsse an die schildkröte und das känguru....
flo
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